Die Stationen im Überblick

Regenbogen

Stationäre onkologische Behandlung

Die Kinderkrebsstation Regenbogen ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Kinderonkologie in Würzburg.

Der Name „Station Regenbogen“ ist weit über die Grenzen von Würzburg hinaus ein Begriff für die Therapie bei Krebserkrankungen im Kindesalter.

Auf der Station haben alle Zimmer eine separate Nasszelle (zwei Einzelzimmer und vier Doppelzimmer). Ein Team von drei Ärztinnen (Oberarzt, zwei Assistenzärzte), Schwestern/ Pfleger und Physiotherapeuten kümmern sich um die kranken Kinder. Tagsüber ist immer ein in der Onkologie erfahrener Arzt für die Sorgen und die Fragen der Eltern ansprechbar, auch außerhalb der offiziellen Visitenzeiten.

Für die psychosoziale Unterstützung sorgt ein erfahrenes Team aus Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Psychologen sowie Seelsorgern. Sowohl die kindgerechte Ausstattung mit den bunt bemalten Wänden, die Einrichtung eines großen Spielzimmers, als auch die Patientenküche verdankt die Station der großzügigen Unterstützung der Initiative. In diesem Umfeld können die Kinder, wenn es ihnen wieder besser geht, trotz ihrer Erkrankung spielen, gemeinsam basteln und auch fröhlich sein. Besonderen Spaßmacht es den Kindern, wenn sie gemeinsam mit der Erzieherin backen oder ihr Wunschessen kochen.

Text: OA Dr. Frank Deinlein

Leuchtturm

Onkologische Tagesklinik und Ambulanz

Wann immer möglich, werden einzelne Therapieabschnitte und Kontrollen ambulant durchgeführt. Kinder, die aktuell noch eine Chemotherapie oder Bestrahlung erhalten, werden zu Blutbildkontrollen sowie zur Gabe von Chemotherapeutika oder Blutprodukten über die onkologische Tagesklinik „Leuchtturm“ versorgt.

Nach Beendigung der intensiven Therapie erfolgt die Betreuung in der onkologischen Ambulanz. Die ambulanten Nachsorgeuntersuchungen finden in fest vorgegebenen Abständen statt, um ein Wiederauftreten der Grunderkrankung auszuschließen oder so früh wie möglich zu erkennen. Außerdem erfolgt eine Nachbeobachtung bezüglich Folgekrankheiten durch die Therapie.

Für die Kontrolluntersuchung und Nachbeobachtung unserer Hirntumorpatienten ist Frau Dr. Miller zuständig. Alle Kinder werden von einem gemeinsamen Schwesternteam betreut. Unterstützt wird das Team durch die ambulanten Schwestern, die Hausbesuche übernehmen. Die oberärztliche Leitung des Bereichs obliegt Frau Prof. Dr. Wiegering.

Vergleichbar mit den Stationen besteht auch im tagesklinischen und ambulanten Bereich eine intensive Zusammenarbeit mit unserem psychosozialen Team sowie dem Team der Ernährungsberatung. Zusätzlich konnte eine halbe pädagogische Stelle eingerichtet werden, die die Warte- und Therapiezeiten verkürzt und verschönt.

Text: Prof. Dr. Verena Wiegering

Schatzinsel

Station für Stammzelttransplantation

Auf der Station Schatzinsel werden zum einen, genauso wie auf Station Regenbogen, Patienten mit einer bösartigen Erkrankung behandelt. Der besondere Schwerpunkt liegt aber bei Kindern und Jugendlichen, die eine Stammzelltransplantationbrauchen. Für manche Krankheiten kann es sinnvoll sein, die eigenen Blutstammzellen frühzeitig zu sammeln, um sie später nach intensivierter Chemotherapie zur schnelleren Erholung zurückzugeben (autologe Stammzelltransplantation).

Bei den meisten auf Schatzinsel durch geführten Transplantationen werden aber die Stammzellen eines gesunden Spenders verwendet (allogene Stammzelltransplan- tation): der Patient erhält also ein neues Immunsystem. Bei Hochrisikoleukämien oder nach einem Rückfall werden dadurch zusätzliche Kräfte des neuen Immunsystems gegen die Krebszellen mobilisiert. Bei anderen Krankheiten, bei denen das Immunsystem oder das blutbildende System erkrankt ist, wird das Immunsystem durch die neuen Blutstammzellen ersetzt.

Unsere Patienten verbringen dabei zwischen sechs und zwölf Wochen auf Station, damit sie nach der ersten intensiven Therapiephase wieder gut und sicher zu Kräften kommen, und vor allem das Immunsystem wieder gut ausbalanciert ist. Ein neues, vielversprechendes Therapiegebiet ist außerdem der gezielte Einsatz von Immuntherapien (Antikörpertherapien, CAR-T-Zellen), mit denen die Heilungsmöglichkeiten unserer Patienten weiter verbessert werden sollen.

Um die Patienten kümmert sich ein spezialisiertes Team aus Ärzten, Kinder krankenschwestern, meist mit Fachweiterbildung, der psychosoziale Dienst, eine Erzieherin, eine Sporttherapeutin, sowie Physiotherapeutinnen und Lehrerinnen aus der Schule für Kranke.

Mit viel Geduld und vielen kleinen Schritten, sollen unsere Patienten dem großen Ziel, wieder ganz gesund zu werden, jeden Tag ein Stück näher kommen.

Text: Prof. Dr. Matthias Wölfel